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Remembering History: Year 9 Students Visit Buchenwald Memorial
Nach der Ankunft machten wir zuerst Halt am Glockenturm. Von dort aus begann ein Rundgang über das Außengelände der Gedenkstätte. Wir gingen zunächst den Stelenweg entlang und anschließend durch den Friedenshain. Zum Schluss kamen wir wieder am Glockenturm an. Schon dort wurde deutlich, wie groß das Gelände ist und welche Bedeutung dieser Ort für das Gedenken hat.
Danach gingen wir in das ehemalige Lagergelände. Jede Klasse bekam einen eigenen Guide, der uns etwa drei Stunden lang führte. Zuerst trafen wir uns in einem Seminarraum. Dort sprachen wir ungefähr eine Stunde über die Geschichte des Lagers, über die Lebensbedingungen der Häftlinge und über wichtige Entscheidungsträger der NS-Zeit. Dabei konnten wir auch Fragen stellen und erfuhren viele Dinge, die man im Unterricht oft nur theoretisch behandelt.
Im Anschluss führte uns der Guide durch das Lager. Wir gingen unter anderem ein Stück über die sogenannte Blutstraße, zum Bahnhof und den Karachoweg entlang. Während der Führung wurde deutlich, unter welchen grausamen Bedingungen die Menschen dort schon ankamen, leben und arbeiten mussten.
Am Lagertor konnten wir außerdem die Häftlingszellen besichtigen. Dort wurden Menschen eingesperrt, misshandelt und teilweise zu Tode gequält. Im eigentlichen Lagergelände selbst war heute nicht mehr viel erhalten, da viele Gebäude nach dem Krieg zerstört wurden. Trotzdem war die Atmosphäre sehr bedrückend.
Besonders erschütternd war für viele von uns der Besuch des Krematoriums. Dort sahen wir die Verbrennungsöfen, den Seziertisch und den Keller, in dem noch heute die Haken zu erkennen sind, an denen Menschen aufgehängt wurden. Dieser Teil der Führung machte das Ausmaß der Verbrechen auf eine sehr direkte und bedrückende Weise deutlich.
Zum Abschluss besuchten wir die Gedenkplatte auf dem ehemaligen Appellplatz. Sie wird dauerhaft auf 37 Grad erwärmt. Die Temperatur des menschlichen Körpers. Damit soll symbolisiert werden, dass trotz der Verbrechen das Leben und die Erinnerung an die Opfer weiter bestehen.
Die Exkursion war für viele von uns sehr eindrucksvoll und nachdenklich machend. Es war etwas ganz anderes, einen solchen Ort selbst zu sehen, statt nur im Unterricht darüber zu sprechen. Der Besuch hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und an die Opfer zu erinnern.
AK 28